Mountainbike Traumtour im Dreiländer- A/CH/I

0

Mountainbike Traumtour im Dreiländer- A/CH/I

Konditionell und teilweise fahrtechnisch schwere, aber für trainierte Biker gut machbare Tour. Die Landschaft, die man auf der Tour durchquert ist grandios, die Ausblicke sind überaus beeindruckend. Die Tour führt von Tirol in das Unterengadin, dann über den Lago Livigno wieder in die Schweiz und von da nach Südtirol und zurück nach Nauders.

Traumtour mit den Mountainbike Tirol – Wegbeschreibung der Mountainbike-Tour mit Einkehrmöglichkeit

Nauders Richtung Martina, auf der Norbertshöhe links in den Wald abbiegen. Dem Weg 5 folgen. Bevor man ins obere Inntal kommt, muss man noch durch einen kurzen Tunnel fahren. Geht zur Not auch ohne Licht, aber langsam! Dem Inntal folgen bis Scuol, hier links in das Val S-charl abbiegen. Weiter oben wird das Tal wildromantisch. In S-charl gibt es 2 Übernachtungsmöglichkeiten: Crush Alba und Gasthaus Mayor. Vorherige Anmeldung empfehlenswert. Wir bekamen noch Platz in Crush Alba und uns hat es gut gefallen. Das Frühstück (und dieser Kaffee…) waren spitzenmäßig.

Weiter zum Pass da Costainas mit mäßiger Steigung, alles sehr gut fahrbar. Die Südrampe des Pass da Costainas ist extrem steil, gute Bremsen sind Pflicht! Anstatt nach Lü abzufahren und die Ofenpassstraße wieder hinaufzukurbeln, entschieden wir uns den steilen Wanderweg zur Alpe Champatsch hochzuschieben. Wir blieben auf der Höhe und erhaschten Traumblicke auf das Ortlermassiv. Das meiste des Weges mussten wir hier schieben, gelegentlich konnten wir auch Abschnitte fahren. Über das Plaun da I’Aua kamen wir von oben an den Ofenpass. Hier herrschte reger Straßenverkehr, so dass wir froh waren, diese Alternative gewählt zu haben.

Reschensee Mountainbike

Mountainbike Traumtour am Reschensee

Nun fuhren wir die Ofenpassstraße bis Buffalora hinunter und bogen hier links ab. Die Alpe Buffalora bot keine Einkehrmöglichkeit. Nun ging es steil hinauf nach Jufplaun, einem reizvollen Hochtal. Nun sollte eines der Highlights folgen: die Abfahrt des „Passo Gallo“. Leider gab es kurz vor unserer Tour einen Wintereinbruch in der Gegend, so dass massenhaft Bäume des Nadelwaldes durch die Schneelast wie Mikado-Stäbchen umknickten und den Trail blockierten. Aus einer Traumabfahrt wurde ein mühsames Bikegeschiebe und -getrage. Dadurch verloren wir so viel Zeit (und Kraft), dass wir unser geplantes Tagesziel Livigno nicht mehr erreichen konnten. Plan B wurde umgesetzt, indem wir im Rif. Val Fraele übernachteten.

Am nächsten Morgen ging es ein Stück zurück, bis wir ins Val Mora abbogen. Was dann folgte, ist der Grund schlechthin, warum man Mountain-biked oder es einfach sein lässt. Denn es folgt ein traumhafter, leicht welliger Trail, dem Bach „Aua da Val Mora“ aufwärts folgend. Es geht weiter bergan, nie steil aber in einer fantastisch schönen Landschaft. Rechts und links erheben sich bis zu 3000 Meter hohe Berge. Am höchsten Punkt des Weges – dem Döss Radond – begegneten wir Schafe. Die Szenerie lud zu einem Picknick ein, bei uns bestehend aus ein paar Kraft-Riegeln. Anschließend geht es rasant – und zu Beginn sehr steil – bergab. Es dauerte nicht lange und wir kamen über Müstair in den Vinschgau. In Laatsch, nach genau 120km erreichten wir nun den tiefsten Punkt unserer Tour, von nun geht es wieder bergauf, zuerst nach Mals. Nun dem Wanderweg 15 (dabei handelt sich allerdings um eine geteerte Straße) steil bergauf folgend, bis wir über Ulten an den Heitersee und weiter an den Reschensee rollten. In Reschen legten wir nun Übernachtung Nummer 3 ein, in der schönen Pension Via Claudia Augusta. Das Preis-Leistung-Verhältnis und das Frühstück war erste Sahne. Und wir konnten endlich auch eine Sauna genießen.

Am nächsten Morgen empfahl uns der Hauswirt noch eine Tour hoch zu den „Panzersperren“ auf der Hochebene von Plamort. Aus irgendeinem Grund wurden kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges auf 2000m Höhe Panzersperren errichtet, wobei die Sinnhaftigkeit in Frage gestellt werden darf. Trotzdem, beeindruckend sind diese allemal und kurz vor den Panzersperren kommt man an dieser berühmten Stelle hoch über dem Reschensee vorbei, an der man mit dem Ortlermassiv im Rücken so richtig posen kann. Nach Querung des Hochmoores (wo wir das einzige mal nasse Füße bekamen) ging es nun via Waldwegen hinunter nach Nauders und zurück zum Parkplatz, wo Gott sei Dank noch das Auto stand.

Ortler Mountainbike

Biken im Vinschgau am Fuße des Ortler

Video Traumtour Mountainbike in Tirol

Bilder Traumtour Mountainbike in Tirol

80%
80%
Bewertung

Traumtour Mountainbike in Tirol - Traumtour, bei der man ständig die Landesgrenzen von Österreich, Schweiz und Italien wechselt. Landschaftlich aüßerst reizvolle Tour.

  • Technik
    8
  • Kondition
    8
  • Landschaft
    8
  • War der Artikel hilfreich?
  • User Bewertungen (1 Stimmen)
    9.7
Weitersagen:

Kommentare